Braille-Alphabet

Die Blindenschrift - Sechs Richtige!

1. - Was ist Blindenschrift? Antwort zu 1.
2. - Ist Blindenschrift wirklich wie ein Sechser im Lotto? Antwort zu 2.?
3. - Kann man in Blindenschrift alles schreiben? Antwort zu 3.
4. - Wozu denn Blindenschrift, wenn es doch Heute Hörbücher gibt? antwort zu 4.
5. - Und wie ist es da mit dem PC? antwort zu 5.
6. - Wer war Louis Braille? Antwort zu 6.

Was ist Blindenschrift?

Die Blindenschrift wird auch Punktschrift oder Brailleschrift (nach Louis Braille) genannt). Sie besteht aus fühlbaren punkten angeordnet wie die 6 auf einem Wirfel.
Durch Kombination der 6 Punkte sind 63 verschiedene Zeichen darstellbar.

Früher wurde jeder Punkt mit einem Griffel und einer Tafel in das Papier gestochen. Heute nutzt man Punktschriftschreibmaschinen. Zur Herstellung von Büchern in Blindenschrift nutzt man Druckmaschinen oder für Kleinserien Punktschriftdrucker, die Über den PC gesteuert werden.

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Ist Blindenschrift wirklich wie ein Sechser im Lotto?

Ja! denn bevor Louis Braille 1825 die Blindenschrift, bestehend aus 6 tastbaren Punkten erfand waren Bücher und Bildung Blinden weitestgehend verschlossen.

Zwar gab es auch vor 1825 verschiedene Blindenschriftsysteme, diese gingen aber davon aus, das die Schrift, der Schrift der Sehenden gleichen, oder sehr ähnlich sein muss, damit Blinde mit den Sehenden schriftlich kommunizieren können.
Es entstanden tastbare Schriften die die "normalen" Buchstaben wiedergaben, bzw. Diese als vereinfachte Symbole darstellte.
Diese Schriften waren sehr groß, sodas einfache bücher sehr unhandlich wurden, und der Blinde lange brauchte die Buchstaben zu fühlen.
Kleiner konnte man diese buchstaben aber nicht erzeugen, da sie dann wieder so klein waren, dass der Blinde die Unterschiede nicht ertastet hätte.
Louis Braille entwickelte eine Schrift, die mit den Buchstaben, wie sie Sehende kennen nichts zu tun haben, die aber recht einfach herzustellen, und was noch viel wichtiger war, schnell zu lesen war

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Kann man in Blindenschrift alles schreiben?

Im Prinzip schon. Mit der Blindenschrift kann man neben den Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen auch alle mathematischen Zeichen Darstellen.
Ebenso sind physikalische oder chemische Formeln darstellbar. Auch Noten können geschrieben werden.
Im Freizeitbereich gibt es Blindenschrift zur Darstellung von z.b. Strickmustern, von elektronischen Schaltungen und Schachpartieen.
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Wozu denn Blindenschrift, wenn es doch Heute Hörbücher gibt?

Es trifft zu, das mit der Entwicklung des Tonbandes auch das Hörbuch ein wichtiges Informationsmittel geworden ist.
Beide Formen haben Ihre Berechtigung. Früher wurden Hörbücher nur für Blinde produziert, Heute aber für Jederman.
also, sehr geehrter sehender Leser, sie können es Heute selbst ausprobieren, ob Sie auf gedruckte Bücher verzichten wollen und nur noch Hörbücher nutzen wollen.
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und wie ist es da mit dem PC?

Für die Arbeit am Computer wurde die Brailleschrift um 2 punkte erweitert. Dies war erforderlich,
da nun nicht nur Zeichen, sondern auch Eigenschaften der Zeichen dargestellt werden mußten, z.b. Fett oder Unterstrichen.
Auf dem PC läuft ein Programm welches den Bildschirminhalt so umsetzt, das der Text einer syntetischen Sprache und einer Braillezeile zugeleitet wird.
Die Braillezeile ist ein Gerät das Blindenschrift auf einer zeile erzeugt.
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Wer war Louis Braille?

Der Franzose Louis Braille (1809 - 1852), Ist als Kind durch einen Unfall in seinem Elternhaus selbst erblindet. Er hatte das Glück eine Blindenschule in paris zu besuchen. Hier mühte er sich mit anderen Schriftsystemen. Auch später dann als er als Blindenlehrer an der gleichen Schule tätig war, wurde ihm bewußt, das Blindenschrift Ganz anders sein muß als bis dahin von den Blindenlehrern propagiert.
Als er dann von einer "Nachtschrift" hörte, die ein Französischer Militärangehöriger für den einsatz in der Armee ausgedacht hatte, griff er diese idee einer fühlbaren punkteschrift auf und entwickelte sie so weit, das sie praxistauglich war.
von 1825 an hatte Louis Braille bis zu seinem Lebensende gegen Vorurteile gegen seine Schrift zu kämpfen.
Den wirklichen Siegeszug durfte er nicht mehr erleben.
Heute wird die Blindenschrift in allen Ländern und in fast allen Sprachen, die eine Schriftsprache haben, genutzt.

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